Caritas-Sonntag 2019 für arme Familien in der Schweiz

Am 27. Januar ist Caritas Sonntag.

In diesen Projekten engagiert sich Caritas für Armutsbetroffene im Kanton Aargau:

  • Durch Sensibilisierungsarbeit sorgt Caritas Aargau dafür, dass armutsbetroffene Menschen nicht vergessen gehen
  • Caritas Aargau ermutigt Menschen, frühzeitig Krisen anzugehen und zu bewältigen
  • Durch anwaltschaftliche Sozialberatungen in den Kirchlichen Regionalen Sozialdiensten hilft Caritas Aargau Menschen bei der Bewältigung von Krisen
  • Das Patenschaftsprojekt «mit mir» bietet vielen Familien Entlastung
  • Durch die KulturLegi erhalten Personen mit wenig Geld Zugang zu stark vergünstigten Bildungs-, Kultur- und Sportangeboten
  • Das Angebot der Caritas Secondhandläden in Aarau und Wohlen entlastet Personen mit kleinstem Budget.


Am Caritas Sonntag sammeln wir Spenden und Kollekten zugunsten armutsbetroffener Familien

In der Schweiz leben mehr Menschen in Armut, als man denkt und als offizielle Statistiken ausweisen. Einer der Gründe dafür ist die Furcht vor Stigmatisierung.

Ausmass der Armut in der Schweiz wird unterschätzt

Wenn Menschen in der Schweiz über zu wenige finanzielle Ressourcen zur Bewältigung des Alltages verfügen, können sie Sozialhilfe beanspruchen. Laut aktuellsten Zahlen des Bundesamtes für Statistik machen 273‘273 Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Von dieser Zahl sind aber jene ausgenommen, die unterhalb des Existenzminimums leben, die sich jedoch – aus welchen Gründen auch immer – gegen einen Gang zum Sozialamt entscheiden. Diese Menschen erscheinen in keiner offiziellen Statistik und bilden den Kreis der Menschen, die in verdeckter Armut leben.

Das Thema: verdeckte Armut

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gibt es vier Erklärungen dafür:

  • Angst vor gesellschaftlicher Stigmatisierung,
  • administrative Fehlentscheide oder die abschreckende Wirkung der komplexen Antragsverfahren,
  • das Ausmass und die angenommene Dauer der finanziellen Not sowie
  • fehlende Informationen.

Angst vor Blossstellung

Die Angst vor gesellschaftlicher Blossstellung und die damit verbundene Scham gewinnt zunehmend an Bedeutung. Grund dafür scheint die Verschärfung des öffentlichen Diskurses um den Bezug von Sozialhilfe im Zuge neo-liberaler Bewegungen zu sein, wie in vielen Ländern Westeuropas zu beobachten ist. Auch in der Schweiz finden sich Hinweise darauf, dass die öffentliche Debatte einen Einfluss auf den Bezug von Sozialleistungen hat.

Das Thema Armut wird in den Gottesdiensten thematisiert.
Hier Liturgiebausteine und Hintergrundinformationen herunterladen: