Caritas-Sonntag

Der Caritas-Sonntag behandelt jeweils zu Beginn des Jahres einen Aspekt der Armut. In vielen Kirchen werden die Anliegen von Armutsbetroffenen in die Liturgie aufgenommen.

Familien stärken in schwierigen Zeiten", dieses Motto hat sich die Caritas Aargau in diesem Jahr auf die Fahne geschrieben. Familien müssen heute unterschiedlichste Herausforderungen meistern. Dabei geht es nicht nur darum, Kindererziehung und Berufsalltag zu vereinbaren. Das „Unternehmen" Familie ist auch zu einem finanziellen Risiko geworden. Kinder aufzuziehen, ist eines der grössten Armutsrisiken in der Schweiz. Besonders Ein­-Eltern-Familien sind überdurchschnittlich oft von Armut betroffen. In der Schweiz leben rund 700'000 Menschen an der Armutsgrenze. 223'000 Eltern und Kinder leben in Armut. Das ist ein Skandal! Denn Familien und familiale Lebensgemeinschaften sind nach wie vor eine grundlegende Institution unserer Gesellschaft. Die Qualität des Familienlebens wirkt sich auf Gesundheit, Bildungsmöglichkeiten und die Teilnahme an der Gesellschaft aus. Besonders Kinder sollen am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen können und nicht ausgegrenzt werden.

Darum ist es so wichtig, dass wir uns für das einsetzen, was das Motto des Caritas­Sonntags vorgibt, dass wir „Familien stärken in schwierigen Zeiten". Am Caritas-Sonntag wollen wir die Anliegen und Sorgen von Familien vor Gott zur Sprache bringen und sie mit in unser Gebet, in unsere Solidarität und in unser Handeln hineinnehmen.

Ergänzend dazu engagiert sich die Caritas Aargau mit ihren Projekten und ihrer Öffentlichkeitsarbeit für das Zusammenleben in Familien an der Armutsgrenze, für Ein­Eltern-Familien und Migrantenfamilien im Kanton Aargau. Mit ihrem Engagement nimmt die Caritas den diakonischen Auftrag der Römisch-Katholischen Kirche im Bistumskanton Aargau überall dort wahr, wo es professionelle Sozialarbeit auch für und in Familien braucht.